Natur- und Vogelschutz Verein Kilchberg

Meisenkasten

Aktiver Naturschutz

Bauanleitung
für Meisennistkasten

Meisenkästen werden nicht nur von Blau- und Kohlmeisen belegt, auch Haubenmeisen, Sumpfmeisen, Tannenmeisen, Trauerschnäpper, Gartenrotschwanz, Kleiber, Haussperling und Feldsperling nehmen diese Kastenart gerne an.

Da Nistkästen ein Ersatz für fehlende natürliche Baumhöhlen darstellen, können die Masse und Ausführung dieses Bauplans bedenkenlos abgeändert werden. Das Innenmass und die Ausfluglochgrösse sollten aber beibehalten werden.

Werkzeug und Ausrüstung

Sie können die Holzteile beim Schreiner zuschneiden lassen, was in der Regel etwas kostet, oder selbst aus Brettern zuschneiden. Dazu benötigen Sie eine Holzsäge, Kreissäge oder Stichsäge.

Für das Ausflugloch können Sie einen grossen Holzbohrer (ø26-28mm oder ø32-34mm) verwenden. Ebenfalls gut geeignet ist ein Kreisschneider für Holz (Do_It_Yourself) oder allenfals eine Stichsäge. Wenn Ihnen diese Werkzeuge nicht zur Verfügung stehen, können Sie auch mit einem kleineren Bohrer mehrere Löcher kreisförmig angeordnet bohren, anschliessend das Innenteil herausbrechen und mit einer runden Feile nachbearbeiten.

Als weitere Werkzeuge brauchen Sie Hammer, Beisszange, Schleifpapier (100er) und Schraubenzieher.

Material

Das Material kann in Do_it_Yourself-Läden oder beim Schreiner bzw. Eisenwarenladen bezogen werden.

Materialplan

Zusammensetzen

Entgraten Sie die einzelnen Teile mit einem Schleifpapier. Der Kasten soll nicht verleimt, sondern nur genagelt werden.
Beim Einsetzen der Vorderfront mit dem Einflugloch achten Sie darauf, dass die Front leichtgängig nach oben hochgeklappt werden kann. Die Vorderfront darf oben nicht vorstehen, da sie sonst nach dem Aufsetzen des Daches klemmt.
Die Befestigungslatte sollte mit Schrauben befestigt werden, so dass sie die Last des Kastens tragen kann. Diese Schrauben dürfen innen nicht vorstehen.
Von einer Schutzbehandlung des fertigen Kastens mit Lack oder Farbe wird abgeraten da dies das Atmen des Holzes verhindert und zu vorzeitigem Verfaulen führen kann.

  1. Legen Sie die beiden Seitenwände genau aufeinander und bohren Sie mit einem 2mm-Bohrer 6 durchgehende Löcher gemäss untenstehender Bohrzeichnung.
  2. Rückwand und Boden mit fünf Nägeln an der ersten Seitenwand befestigen. Der Boden sollte etwa 1 cm nach Innen versetzt sein. Anschliessend dasselbe mit der zweiten Seitenwand.
  3. Frontseite einsetzen und mit je einem Nagel an den Seitenwänden befestigen. Diese Nägel dienen als Drehpunkt um die Front öffnen zu können. Prüfen Sie ob sich die Front hochklappen lässt.
  4. Dach mit Nägeln an Seitenwände befestigen. Keine Nägel in Vorderfront !!
  5. Aufhängeleiste mit 2 Schrauben am Kasten befestigen.
  6. Winkelschraube in die rechte Seitenwand einschrauben (evt. vorbohren).
Bauanleitung

Aufhängen

Meisenkästen sollten in einer Höhe von 1.5 bis 3.5 Meter über dem Boden befestigt werden. Das Flugloch sollte gegen Osten oder Südosten gerichtet sein (nicht Wetterseite). Als Standorte eignen sich Gärten, Hauswände, Parks oder auch jede Art von Wald. Der Kasten sollte spätestens mitte März aufgehängt sein.
Hängen Sie den Kasten so auf, dass er von Katzen und Mardern nicht erreicht werden kann. Anstelle der Aufhängeleiste kann der Kasten auch mit Draht an einen Ast gehängt werden.

Wartung

Nistkästen müssen jährlich, vorzugsweise im Oktober/November, gereinigt werden. Das gesammte Nistmaterial ist zu entfernen. Bei dieser Arbeit kann auch kontrolliert werden, ob sich noch Eier oder tote Vögel im Nest befinden, und welche Vogelart den Kasten belegt hatte.

Martin Heusser, Natur- und Vogelschutz Verein Kilchberg

http://www.nvkilchberg.ch/aktiv/meisenkasten.html