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Sie können die Holzteile beim Schreiner zuschneiden lassen, was in der Regel etwas kostet, oder selbst aus Brettern zuschneiden. Dazu benötigen Sie eine Holzsäge, Kreissäge oder Stichsäge.
Für das Ausflugloch können Sie einen grossen Holzbohrer (ø26-28mm oder ø32-34mm) verwenden. Ebenfalls gut geeignet ist ein Kreisschneider für Holz (Do_It_Yourself) oder allenfals eine Stichsäge. Wenn Ihnen diese Werkzeuge nicht zur Verfügung stehen, können Sie auch mit einem kleineren Bohrer mehrere Löcher kreisförmig angeordnet bohren, anschliessend das Innenteil herausbrechen und mit einer runden Feile nachbearbeiten.
Als weitere Werkzeuge brauchen Sie Hammer, Beisszange, Schleifpapier (100er) und Schraubenzieher.
Das Material kann in Do_it_Yourself-Läden oder beim Schreiner bzw. Eisenwarenladen bezogen werden.

Entgraten Sie die einzelnen Teile mit einem Schleifpapier. Der
Kasten soll nicht verleimt, sondern nur genagelt werden.
Beim Einsetzen der Vorderfront mit dem Einflugloch achten Sie darauf,
dass die Front leichtgängig nach oben hochgeklappt werden kann.
Die Vorderfront darf oben nicht vorstehen, da sie sonst nach dem
Aufsetzen des Daches klemmt.
Die Befestigungslatte sollte mit Schrauben befestigt werden, so dass
sie die Last des Kastens tragen kann. Diese Schrauben dürfen
innen nicht vorstehen.
Von einer Schutzbehandlung des fertigen Kastens mit Lack oder Farbe
wird abgeraten da dies das Atmen des Holzes verhindert und zu
vorzeitigem Verfaulen führen kann.

Meisenkästen sollten in einer Höhe von 1.5 bis 3.5 Meter
über dem Boden befestigt werden. Das Flugloch sollte gegen Osten
oder Südosten gerichtet sein (nicht Wetterseite). Als Standorte
eignen sich Gärten, Hauswände, Parks oder auch jede Art von
Wald. Der Kasten sollte spätestens mitte März
aufgehängt sein.
Hängen Sie den Kasten so auf, dass er von Katzen und Mardern
nicht erreicht werden kann. Anstelle der Aufhängeleiste kann der
Kasten auch mit Draht an einen Ast gehängt werden.
Nistkästen müssen jährlich, vorzugsweise im Oktober/November, gereinigt werden. Das gesammte Nistmaterial ist zu entfernen. Bei dieser Arbeit kann auch kontrolliert werden, ob sich noch Eier oder tote Vögel im Nest befinden, und welche Vogelart den Kasten belegt hatte.
Oktober 2003, Martin Heusser, Natur- und Vogelschutz Verein Kilchberg